Bevor am heutigen Tag der Vorhang für den Lovelybooks-Blog fällt (weitere Infos dazu wird es später noch geben), möchte ich euch noch schnell einen Autoren bzw. eine Trilogie ans Herz legen, die für mich ganz klar zu meinen tollsten Neuentdeckungen des letzten Jahres zählt.
Die Rede ist von Andreas Steinhöfel, den ich auf der Frankfurter Buchmesse live erleben durfte. Dort stellte er den (leider) letzten Teil der Reihe um Rico und Oskar vor und überraschte mich dabei ungemein. Ja, ich hatte gehört, dass die Reihe lustig sein soll. Aber so lustig?

Andreas Steinhöfel im Lesezelt auf der Frankfurter Buchmesse 2011
Die kurze Lesung hatte gereicht. Ich war völlig angefixt und verließ das Lesezelt in dem festen Wissen, dass ich diese Bücher einfach lesen MUSS. Ich wollte einfach mehr erfahren über die beiden titelgebenden Helden: Der eine tiefbegabt und mit Bingokugeln im Kopf, der andere hochbegabt und sicherheitshalber stets behelmt. Kaum zuhause angekommen lud ich mir daher den ersten Teil auf den Kindle – und kurz darauf auch schon den zweiten.
Die Bücher
Rico, Oskar und die Tieferschatten
Eigentlich soll Rico ja nur ein Ferientagebuch führen. Schwierig genug für einen, der leicht den roten oder den grünen oder auch den blauen Faden verliert. Aber als er dann auch noch Oskar mit dem blauen Helm kennen lernt und die beiden dem berüchtigten ALDI-Kidnapper auf die Spur kommen, geht es in seinem Kopf ganz schön durcheinander. Doch zusammen mit Oskar verlieren sogar die Tieferschatten etwas von ihrem Schrecken.
Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft …
Rico, Oskar und das Herzgebreche
“Für jemanden, der tiefbegabt ist und ins Förderzentrum geht, weil er einen Kopf wie eine Bingotrommel hat, ist ein Tagebuch die Erfindung des Jahrhunderts.”
Rico ist wieder da! Und natürlich ist sein Freund Oskar mit von der Partie. Eigentlich gehört er praktisch schon zur Familie, also zu Mama und Rico in die Dieffe 93. Aber diesmal trägt Oskar keinen Helm, schließlich sind die beiden Freunde inkognito unterwegs. Handtaschen, Hamster mit Mörderzähnen und jede Menge Herzgebreche – Rico und Oskar müssen sich nicht nur kriminalistischen Herausforderungen stellen. Mann, Mann, Mann.
Aber wie Rico so schön erklärt: Sellawie.
Rico, Oskar und der Diebstahlstein
Bei Rico ist ziemlich alles bestens. Sein Freund Oskar wohnt jetzt im selben Haus. Sein Hund Porsche ist immer bei ihm. Mama und er haben die coolste Wohnung in Berlin. Und der Bühl wird wohlmöglich bald sein neuer Papa. Aber dann finden Rico und Oskar einen Toten im Treppenhaus. Mann, Mann, Mann!
Es ist der Beginn eines neuen Abenteuers, das die beiden Freunde bis an die Ostsee führt – brodelndes Adrenalinzeugs, Para-Neujahr und klackernde Bingokugeln inklusive.
Doch weder das Essen noch die Gemütlichkeit kommen zu kurz: Dafür sorgen jede Menge Müffelchen, neun verschiedene Kaminfeuer auf DVD und nicht zuletzt Oskars peruanische Bommelmütze.
Mein Fazit
…ist eigentlich gar kein richtiges Fazit, da ich Teil 2 und 3 noch gar nicht gelesen habe, weil ich es nicht über mich bringen konnte, so schnell durch die Trilogie zu hetzen und schon wieder Abschied von den beiden Jungs nehmen zu müssen. Wo ich sie doch gerade erst für mich entdeckt habe.
Selten habe ich so einen pfiffigen Erzähler erlebt. Andreas Steinhöfel schreibt witzig, frech, intelligent und hat mich (und jeden anderen, dem ich die Bücher seither empfohlen habe) zu 100% überzeugt. Auch für Erwachsene sind diese Bücher etwas ganz Besonderes und ich kann sie jedem, der gerne spannende, warmherzige und extrem unterhaltsame Bücher mit originellen und liebenswerten Charakteren liest, nur wärmstens empfehlen.
Vielen Dank, Herr Steinhöfel, für diese tolle Geschichten! Und dafür, dass das Wort Fundnudel in meiner Familie zu jeder Zeit für gute Laune sorgt.



Die sind wirklich mehr als klasse… auch ohne eigentliches Fazit
Und so wie du schreibst… sie sind soooo lustig…
[...] Bevor der Vorhang fällt, habe ich noch schnell meine Chance genutzt, um auch den dortigen Lesern ein bisschen von Rico und Oskar vorzuschwärmen. Dass ich mein Herz an die beiden Jungs verloren habe, wisst ihr ja bereits aus meinem Beitrag zur [...]
Habe von meinen Bekannten ebenfalls gehört, dass der Andreas Steinhöfel ein begnadeter Autor ist. Zudem soll er in seinen Lesungen für allgemeine Heiterkeit sorgen.
Wenn ich deinen Beitrag so lese, muss ich mich wieder daran erinnern. Leider war ich damals nicht auf der Frankfurter Buchmesse zugegen. Besonders lustig finde ich auch die Besoderheiten der beiden Charaktere Rico und Oskar.