Dass Twittern “gefährlich” werden kann, musste das Online-Team von Bastei Lübbe am eigenen Leib erfahren. Kaum hatten sie den Tweet über ihre atemberaubende Dachterrasse nebst Bild in die Twitterwelt geschickt, hatte ich mich schon zur Besichtigung ebendieser eingeladen, inklusive Verlagshaus natürlich. Und so musste selbstverständlich auch der Wettergott mitspielen, als ich mich Ende Mai per Bahn ins nicht weit entfernte Köln begab. An der Bushaltestelle brauchte ich nur kurz meinen Blick kreisen zu lassen, schon hatte ich das große Logo des Verlags gesichtet. Der ist übrigens erst seit März 2010 im Carlswerk im Kölner Stadtteil Mülheim ansässig, der Stadt in der 1950 die Erfolgsgeschichte begann, als Gustav und Ursula Lübbe ihr mühsam erspartes Geld in den kleinen Kölner Bastei-Verlag Ilse Tormin investierten, den sie jedoch immer von Bergisch Gladbach aus leiteten. Also schon damals Köln im Blick!
Aber zurück zu meinem Verlagsbesuch. Von der großen Eingangshalle – hier finden auch Lesungen und Events statt – ging es hoch in das Büro der Online-Redakteurin Tina Pfeifer und ihrer Kollegin Adrienne Hinze, die die Presse für die Kinder- und Jugendbuchverlage Baumhaus und Boje betreut.
2008 übernahm Lübbe den bis dato in Frankfurt ansässigen Baumhaus Verlag, der vielen unter anderem durch die Bilderbuch-Reihe “Lauras Stern” und den Fußballbegeisterten durch “Die wilden Fußballkerle” bekannt sein dürfte. Der größte Coup der letzten Zeit ist Baumhaus allerdings mit der Reihe “Gregs Tagebuch” gelungen – der 5. Band kam dieses Frühjahr raus -, die auch lesefaule Jungs im Alter zwischen 8 und 12 Jahren begeistert (Darüber habe ich letztes Jahr im Beitrag “Was Jungs so lesen” berichtet.). Deshalb verwundert es auch nicht, dass man der Comic-Figur Greg auch auf allen Etagen in jeglicher Form begegnet.
Seit 2010 gehört der zuletzt in Köln ansässige Boje Verlag ebenfalls zu Bastei Lübbe. Unzählige Bilderbücher von James Krüss haben u.a. hier ihre Heimat, etwa 50 bis 60 Neuheiten vom Bilder- bis hin zum Jugendbuch kommen pro Jahr dazu.
Und obwohl der Sommer gerade erst in den Startlöchern steht, liegt der literarische Herbst in Form von Vorschauen schon auf meinem Schreibtisch. Aber natürlich gibt es nichts Schöneres als sich die herbstlichen Höhepunkte im Bereich Kinder- und Jugendbuch doch gleich von der Pressefrau persönlich vorstellen zu lassen. Ja, wenn ich doch schon mal da bin
Einen kleinen Blick lasse ich euch natürlich auch schon einmal drauf werfen.
Apropos Blick, natürlich beendete ich meine Verlagsbesichtigung durch die verschieden farblich gestalteten Etagen schließlich auf der Dachterrasse mit fantastischem Blick über den Rhein auf den Kölner Dom. Deshalb auch auf diesem Weg noch einmal ein herzliches Dankeschön für die Einblicke in den Bastei Lübbe Verlag und die Ausblicke vom Verlagsdach. Ach, ja und das “Boah! Klasse!” meiner Jungs als ich ihnen ihre Greg Mitbringsel überreichte war wohl sowieso bis nach Köln zu hören



Liebe Steffi,
hach, was ein toller Artikel, ich wäre sehr gern dabei gewesen! Wobei ich mich wohl eher den Krimis und Thriller zugewendet hatte, da ist Bastei ja auch gut bestückt! Aber vielleicht schaffen wir es mal zu einem gemeinsamen Besuch, wie damals bei Arena?
Mit wem hattest Du denn zu tun, mit der netten Tina Pfeiffer? Mal sehen, ich wollte doch diesen Monat auch nochmal nach Köln….
LG Karla
Hallo liebe Steffi,
deinen wunderbaren Artikel habe ich verschlungen – vielen Dank dafür! Der Verlag ist zwar in meiner unmittelbaren Nähe, aber als “Nur-Leserin” bleiben mir solche Einblicke natürlich verschlossen! Von daher ist es für mich immer sehr interessant, wenn ich durch euch mal ein wenig hinter die Kulissen schauen darf! Mehr davon!
Liebe Grüße
Ute
Hallo,
Wirklich ein klasse Artikel. Bastei Lübbe ist auf jeden Fall immer einen Besuch wert, man kann richtig Stolz auf diesen Verlag sein. LG Uwe
Ein Wort über die Rückseite dieser Bastei-Pracht wäre vielleicht auch angebracht gewesen: Der Verlag verkauft Unmengen Heftromane und zahlt den Autoren gerade mal ein Trinkgeld. Er setzt Millionen mit Übersetzungen von Belletristik um, doch die Übersetzer können kaum von ihrer Arbeit leben. Das sollte man auch sehen!
[...] ich so alles auf den Fluren in Köln begegnet bin, könnt ihr bei Lovelybooks [...]