[Tipp] Macho Café – Das Café zum Buch in Köln

Es gibt inzwischen ja so einiges. Filme zu Büchern sind keine Seltenheit mehr, manche Charaktere haben eine eigene Facebook-Seite und einige Figuren gibt es sogar als Barbiepuppe zu kaufen. Ein Café zum Buch kannte ich allerdings noch nicht. Doch das gibt es! Und zwar in Köln.

Ganz in der Nähe des Hauptgebäudes der Kölner Uni findet man das Macho Café, DAS Café zum Comedy-Roman Macho Man von Moritz Netenjakob. Auch wenn das Hörbuch bislang nur auf meiner Wunschliste steht… Das musste ich mir ansehen! Und so ging es eines schönen Vormittags für einen Kaffee und einen kleinen Snack in die Palanterstraße 12. Wie der Laden aussieht, könnt ihr euch auf der Website des Cafés ansehen. Dort gibt es sogar ein kleines Video vom WDR, durch das ich überhaupt auf das Café aufmerksam geworden bin.

Viel spannender als die Einrichtung, die eigentlich nur durch ein paar ausgestellte Bücher und die Tussi- bzw. Macho-Schilder an den Toilettentüren an den Roman erinnert, ist allerdings die originelle Speisekarte, die nicht nur Lust auf die vielen unterschiedlichen Gerichte, sondern auch auf das Buch macht – so seltsam das auch klingt.

Hier mal ein Auszug, bezogen auf die leckeren Teigröllchen, die ich gegessen habe.

Paçanga

Die Legende sagt, dass Sultan Mehmet nach der Eroberung Istanbuls seinen Sieg mit dieser erlesenen Spezialität gefeiert hat. Hat jedenfalls Onkel Mustafa erzählt. Und er hat es von seiner Tante Muhterem gehört. Und die… auf jeden Fall 100% historisch korrekt. Wahrscheinlich.

Sultan Mehmet hat damals dem Koch vor Dankbarkeit 3 Sklaven geschenkt.
Dagegen sind € 4,80 echt gar nix.

Dazu getrunken habe ich eine Limo, aber nicht irgendeine, sondern Daniels Lieblingslimonade. »Das Rezept wird so gut gehütet wie bei Coca-Cola. Man weiß nur, dass auf jeden Fall Ingwer drin ist. Hausgemacht!!!«

Im Macho Café, ein multikultureller Familienbetrieb unter der Leitung von Moritz Netenjakob himself, kann man allerdings mehr als nur essen. Das Besondere an dem Café sind nämlich die regelmäßigen Special Events, die oft schon lange im Vorfeld ausverkauft sind. Jeden ersten Montag im Monat liest der Autor eine Stunde lang aus seinem Roman. Jeden letzten Sonntag im Monat wird ebenfalls gelesen. Allerdings aus dem Kaffeesatz. Die Veranstaltung mit Tante Emine ist sogar so gefragt, dass es hin und wieder Zusatztermine gibt.

Ich persönlich finde das ein großartiges Konzept und werde zusehen, dass ich mir so bald wie möglich Karten für eine Lesung organisieren kann. Vorher möchte ich aber erst noch das Hörbuch hören, das von Autor selbst eingelesen wurde. Schon komisch irgendwie. Ein Café, das mir Lust auf ein Buch macht… Sachen gibt’s.


PS: Ich würde mein NRW-Ticket vor Studienende gerne noch ein bisschen ausreizen. Deswegen eine Frage an euch: Kennt ihr weitere Literaturcafés, literarische Ausflugsziele o.ä. in NRW? Ich würde mich über Tipps sehr freuen und gerne auch über mögliche Touren berichten.

3 Kommentare

  1. [...] restlichen Beitrag gibt es  hier. Tweet Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den [...]

  2. Ich selber war noch nie dort, aber es heißt, dass sich ein Besuch im Bilderbuchmuseum in Troisdorf auch für Erwachsene lohnen soll. ;-)

    Weitere Infos: http://www.museum.troisdorf.de/bilderbuchmuseum/

    Ich werde mich demnächst auf jeden Fall mal auf den Weg machen.

  3. Nina

    Stimmt, darüber habe ich mal eine Reportage gesehen. Danke, dass du mich daran erinnerst! :) Da könnte ich wirklich mal hinfahren. Ist auch gar nicht weit.

Dein Kommentar: