Am 13.April 2010 war es mal wieder soweit. Lovelybooks präsentierte den Schriftsteller Arno Strobel im Rahmen einer Livestream-Lesung im inzwischen legendären Gartenhaus in München.
Sein Psychothriller “Der Trakt” hat schon am Erscheinungstag mein Interesse geweckt, wurde er doch in erstaunlicher Stückzahl und von auffälliger Werbung flankiert in den örtlichen Buchhandlungen meines Vertrauens angeboten.
Auch die Inhaltsangabe ließ mein Interesse nicht geringer werden – also kurz entschlossen auf zum Gartenhaus und hinein ins literarische Vergnügen. Wie einige User live erleben konnten, war die Lesung des sympathischen Autors ein großer Erfolg und ich verabredete schnell mit ihm eine Nachbetrachtung der Veranstaltung in Form eines Interviews für unseren Blog.Lovelybooks. Inzwischen sind zwei Monate vergangen und es folgt die versprochene Beschreibung eines Zustands nach Livestream.
DAS INTERVIEW:
Du bist Autor des Psychothrillers “Der Trakt”. Auf den Werbeplakaten zum Buch springt mir der Satz ins Auge: “Wer bist Du wirklich?” Was antwortest Du Dir selbst, wenn Du diese Frage liest?
Ein Arno.
Vor Beginn der Livestream-Lesung am 13 April war das Buch in 14 Bibliotheken des Forums gelistet. Am heutigen Tag ist es in mehr als 170 Bibliotheken verzeichnet und wurde im Durchschnitt mit 4 von 5 Sternen bewertet. Es existieren mehr als 50 Rezensionen, die sich überwiegend positiv mit Deinem Buch auseinandersetzen. Bist Du überrascht von der Resonanz und wie schätzt Du den Umgang des Forums Lovelybooks mit Deinem Buch ein?
Ja, ich bin überrascht. Natürlich hofft man darauf, dass das eigene Werk beachtet wird, und wenn der Verlag einen Titel so super präsentiert, wie der Fischerverlag das mit meinem Buch gemacht hat, erhöht sich natürlich die Chance darauf, aber damit rechnen kann und darf man nicht.
Ich finde es einfach toll, wie die Mitglieder von Lovelybooks mit dem „Trakt“ umgehen, und ich freue mir ein Loch in den Bauch, wenn die Leserinnen und Leser sich davon gut unterhalten fühlen, denn das ist das schönste Kompliment für mich.
Die Kommentare sind ja auch durchaus gemischt, es gibt dickes Lob ebenso wie harsche Kritik, und man spürt bei den meisten Rezensionen, dass sich der/die LeserIn beim Lesen auch wirklich mit der Geschichte auseinandergesetzt hat, sodass ich mir aus vielen der Kommentare was herausziehen kann. Sowohl aus begründetem Lob wie auch aus begründeter Kritik.
Die wenigen Rezensionen, die sich auf: „Supertolles Buch“ oder „Das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe“ beschränken, gibt es überall.
Eine Userin schrieb “Einziger Nachteil, man liest es zu schnell aus” – versteckt sich dort eine Lehre für Dich oder bleibst Du Deinem Stil treu?
Diesen Nachteil werte ich als ein sehr schönes Kompliment.![]()
Ich denke schon, dass ich meinem Stil treu bleiben werde, denn es ist eben mein Stil. Sicher gibt es Leserinnen und Leser, denen dieser Stil nicht gefällt, und das ist auch völlig in Ordnung und normal. Natürlich werde ich immer versuchen, mich weiter zu entwickeln, aus Fehlern zu lernen und Dinge, die häufiger kritisiert wurden, beim nächsten Mal besser zu machen. Solange sich aber die Mehrzahl derer, die meine Bücher lesen, dabei gut unterhalten fühlen, werde ich meiner Art zu schreiben im Großen und Ganzen treu bleiben.
Könntest Du uns Deinen Erfolgsweg nach der Lesung im Gartenhaus kurz beschreiben. Lesungen, Bestsellerlistenplätze und schöne Erlebnisse müssen doch Hand in Hand gegangen sein.
Die Lesung im Gartenhaus war ja schon mal eine ganz tolle Sache. Eine neue, aber sehr schöne Erfahrung, die ich gerne wiederholen möchte. Da sie nur einen Tag nach der Buchpremiere stattfand, markierte sie quasi den Anfang dieser spannenden Zeit für mich. Die Wochen danach waren natürlich geprägt von Lesungen vor durchweg tollem Publikum und von den Platzierungen in der Bestsellerliste. Aber auch die Nachrichten, die ich vom Verlag bekam über Verhandlungen zu den Filmrechten und ersten Lizenzvergaben, und nicht zuletzt die vielen interessanten Meinungen zu dem Buch, ließen mich diese Wochen als etwas ganz Besonderes erleben, mit dem ich so wirklich nicht gerechnet habe.
Im November erscheint Dein neues Buch “Das Wesen”. Wie bist Du zu dem neuen Thema gekommen und was soll uns dazu bringen, dieses Buch zu lesen?
Nach dem Trakt, in dem die LeserInnen (bei denen das Buch funktioniert) mit der Protagonistin einen Alptraum durchleben, wollte ich in dem neuen Buch auf jeden Fall etwas ganz anderes machen. Also nahm ich mir dieses Mal einen männlichen Erzähler und machte ein Psychoduell zum Thema. Dass es dabei temporär zu einer umgekehrten Situation wie im Trakt kommt, hat sich eher nebenbei ergeben.
Die Leseprobe am Ende von „Der Trakt“ endet mit dem Satz: „Meine Tochter? Sind Sie jetzt total verrückt geworden? Ich habe keine Tochter.“
Ich denke, wem „Der Trakt“ gefallen hat, der wird auch an „Das Wesen“ seine Freude haben, und wem „Der Trakt“ am Ende etwas zu abgedreht war, dem wird im Wesen ein „realistisches“ Ende der besonderen Art geboten.
Gibt es nach dem ersten großen Erfolg entsprechenden Druck seitens des Verlages, so schnell wie möglich weitere Bestseller zu “produzieren”?
Nein, es gibt keinen Druck, der nun plötzlich durch den Trakt erzeugt worden wäre. Natürlich gibt es Verträge mit Abgabeterminen und dem daraus resultierenden Druck, zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig zu sein, aber das ist völlig normal und unabhängig vom Erfolg des Vorgängers. Und den Druck, einen Bestseller zu produzieren kann es nicht geben, weil das schlicht nicht möglich ist. Ich gebe als Autor mein Bestes, ein gutes Buch zu schreiben, aber ob es ein Erfolg oder gar ein Bestseller wird, entscheiden weder ich noch der Verlag, sondern die Leserinnen und Leser.
Dein größter Wunsch als Schriftsteller?
Keine „Eintagsfliege“ zu sein.
Blog.Lovelybooks bedankt sich herzlich für dieses aufschlussreiche Gespräch. Deine Leser werden schon dafür sorgen, das Du keine literarische Eintagsfliege wirst – zumindest haben sich die Rezensenten des Forums Lovelybooks nicht als Fliegenklatsche erwiesen. Ich jedenfalls werde “Das Wesen” mit Sicherheit lesen und freue mich auf November.
PS:
Ein kleiner Nachtrag zum Artikel. Die sehr angenehme Rückkopplung von Arno Strobel auf die Veröffentlichung des Interviews kann man auf unserer Blog – Homebase “LiteraTwo“ nachlesen. Einfach überraschen lassen.








Schöner Artikel
Mir hat das Buch übrigens auch gut gefallen.
Super Artikel, tausend Dank und Danke für das Buch an sich ;o) Hast es mir ja extra signieren lassen ;o)
Das Buch kann ich nur empfehlen. Hat man es erst einmal in der Hand, funktioniert das Weglegen nicht mehr ;o)
Damit steht “Das Wesen” auf der Wunschliste und ich hoffe auf eine Fortsetzung dieses Interviews im November. Sehr sympathisch, der Autor…. Danke für die Informationen.
Schöner Beitrag und ich hoff doch das er auch beim nächsten Mal mit dem neuen Buch bei euch vorlesen darf *gg*
Ich freu mich auf alle Fälle auf das neue Buch
Liebe Grüsse
Alexandra
[...] des Psychothrillers „DER TRAKT“ im Forum Lovelybooks ist heute das verabredete Interview mit dem Schriftsteller Arno Strobel veröffentlicht [...]
Die Homepage von Arno Strobel sieht ja jetzt aus wie ein Permalink zu Lovelybooks;-)) Ich finde es schön, wenn Autoren sich über Berichte und Veröffentlichungen so freuen wie er. Macht ihn noch sympathischer. Wird es eine zweite Lesung aus München geben, wenn das Wesen erscheint? Wäre schön…
der trakt ist genial! So spannend und gut geschreiben, dass man es gar nciht aus der Hand legen will!
Als Dr.biol. ging mir das Buch nicht aus dem Kopf heraus.
Es gibt “Kollegen”, die im Dienst ihrer Karriere zu jeder Schandtat bereit sind.
Wenig wird aufgedeckt.
Könnten solche grauenhaften Menschenversuche schon Realität sein?
Ein vielschichtiger Roman!
Ganz besonders hat mich das hauchzarte Gefühl des ehemaligen Fremdenlegionärs gegenüber der Hauptakteurin berührt.
Er verteidigte sie, wurde irrtümlich getötet und erkannte im letzten Moment, dass sein Verhalten etwas mit Liebe zu tun hatte, ein Begriff, der in seinem Leben bisher noch keine Rolle gespielt hatte.
Eine gute Story kommt ohne Bettszenen zurecht.