»Haben Sie einen Stapel Bücher zu lesen und Ihnen fehlt die Motivation? Dann ist die ReadMoreApp genau das Richtige für Sie!«
Mit diesem Satz kann man mich nun wirklich nicht locken. Motivationsprobleme? Never. Na ja, fast never. Aber die Idee eines ReadingLogs (für iPhone/iPodTouch und bald auch iPad) hat mich trotzdem gereizt und so war die App, die im iTunes-Store momentan 1,59 Euro kostet, schnell gekauft. Eigentlich nur mal zum Reinschnuppern. Eigentlich. Mittlerweile nutze ich sie tatsächlich regelmäßig voller Begeisterung.
Aber von vorne. Denn, wie funktioniert die App und was soll das Ganze überhaupt?
Zunächst einmal gibt man den Titel des Buches, den Namen des Autors/der Autorin und die Seitenzahl ein. Dann kann es auch schon losgehen, indem man den Timer startet. Die Readingsession beginnt. Klingelt währenddessen mal das Telefon oder man möchte einfach eine Pause machen, hält man den Timer kurz an und startet ihn anschließend wieder.
Hat man für’s Erste genug gelesen, beendet man die Sitzung und gibt die Seitenzahl ein, auf der man sich zu diesem Zeitpunkt gerade befindet. Nun errechnet die App automatisch, wie viele Seiten man in welcher Zeit gelesen hat, wie viele Seiten man noch vor sich hat und wann man – behält man dieselbe Lesegeschwindigkeit bei – das Buch beendet.
Ist man mit dem Buch durch, kann man es archivieren und auch später immer wieder Einblick in die Statistik nehmen, die genau aufzeigt, an welchen Tagen man zu welcher Uhrzeit wie lange gelesen und wie viele Seiten man in der Zeit geschafft hat.
Im Prinzip ist die App also nicht viel mehr als eine von der Farbgestaltung nach meinem Geschmack wenig ansehnliche Stoppuhr, die automatisch auch eine Monatsstatistik erstellt, aber trotzdem kann ich mittlerweile nicht mehr ohne sie, weil ich es einfach spannend finde zu verfolgen, wie viele Stunden/Tage man letztlich an einem Buch gesessen hat, wie lange man im Durchschnitt am Stück liest und wie viele Seiten man in der Stunde schafft. Bei mir sind es – je nach Buch – etwa 80 Seiten pro Stunde, bei englischen Büchern knapp 20 Seiten weniger.
Außerdem hatte ich schon immer die Angewohnheit, auszurechnen, wie viele Seiten ich noch vor mir habe. Das übernimmt jetzt die App für mich. Für kurze Lesephasen z.B. in der Bahn oder beim schnellen Frühstück packe ich das iPhone zwar nicht aus, aber die Seiten, die in der Zeit gelesen wurden, kann man bei der nächsten Sitzung auch ganz einfach nachtragen, d.h. man ist nicht gezwungen, die App auch wirklich über die komplette Lektüre hinweg laufen zu lassen.
FAZIT: Für Lesemuffel dürfte die ReadMoreApp kaum eine Motivation sein. Zumindest würde ich persönlich nicht gerne vor Augen geführt bekommen, wie viel ich noch vor mir habe.
Für Leseratten, die ihr Herz nicht nur an Bücher, sondern auch an Statistiken verloren haben (Und von denen gibt es viele, wie ich weiß
), ist die App eine nette, informative Spielerei, die ihr Geld allemal wert ist, denn man lernt einiges über sein Leseverhalten und kann sich die Daten sogar gleich auf seinen PC rüberziehen/schicken.
Find ich gut!
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Eine Demo sowie weitere Bilder gibt es auf der (leider nur englischsprachigen) Website des Entwicklers Navel Labs. Auch die App selbst ist in englischer Sprache gehalten, kommt aber mit wenigen einfachen Vokabeln aus, sodass auch ungeübte Englischleser keine Verständnisprobleme haben dürften.




Da kann ich dir nur zustimmen! Ich liiebe dieses App und benutze es täglich
Hm, die App hab ich mir noch nie genauer angesehen. Ich denke nach deinem Bericht werd ich sie kaufen. Hört sich definitiv nach etwas an, was ich lieben könnte
Danke für deinen Artikel, Nina.
[...] Unter weiter geht’s in der Kategorie Leseschnickschnack. Diesmal: Die ReadMoreApp im Test. [...]
@ Katha
Ich wusste doch, dass nicht nur ich so bekloppt bin.
@ Sally
Sagst du Bescheid, ob’s dir gefällt? Würde mich interessieren.
@Nina, ich lad es mir gerade in diesem Moment runter
Heute Abend teste ich dann ein bisschen.
Schöne Beitrag
ich hab nun auch mal Katzen Fotos die mir zugeschickt wurden in einem Post von mir zusammengetragen. Freue mich wenn du dein Senf dazu gibst
http://www.tierrecht.org/noch-mehr-katzenfotos/
Wenn du selber auch schöne Tierfotos hast dann schick sie mir doch einfach. Danke
VG
Ich find es schade, dass es sowas nicht auch für andere Handys gibt. Immer nur das iPhone. Meh!
Klingt ja interessant … warte ich gucke mal kurz beim Kleingeld … ja, 1,59 € sind noch drin. Dann werde ich das jetzt auch mal testen.
Eine Ergänzung zu diesem Artikel: In Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Entwickler arbeitet literaturcafe.de gerade an einer deutschsprachigen Version dieser App. Sobald diese verfügbar ist, werden wir darüber auf literaturcafe.de berichten.
Übersetzungsvorschläge für den Begriff “Reading Session” werden gerne entgegen genommen. “Lesesitzung” klingt doof.
Ich gehöre leider nicht zu den stolzen Besitzern eines iPhones, denn dieses App könnte mich total reizen.
Ich bin eh schon immer so eine eklige “Na, wie viele Seiten hab ich geschafft?”-Leserin gewesen. 
Auch wenn ich diesen jetzt nicht nutzen kann, ich mag diese kleinen Besonderheiten.
Danke für deine tollen Tipps hier, Nina!
LG
Ailis
Ich liebäugel schon länger mit dieser App und fürchte fast, nach diesem Bericht kann ich nicht mehr widerstehen und muss sie selbst ausprobieren…
hi Nina,
Wirklich, ich will doch gerade beim Lesen nicht auch noch unter Zeitdruck gesetzt werden, und das Gefühl hätte ich zwangsläufig. Ich weiß allerdings auch nicht wie viele Seiten ich in einer Stunde lesen kann. Das hängt doch immer vom Text ab, mal geht es vor- mal rückwärts 
für mich ist die Vorstellung auf diese Art zu lesen geradezu abschreckend!
Schönen Tag und liebe Grüße
Interessant, eine deutsche Version wäre toll.
Schade, leider hab ich kein iPhone oder iPodTouch. Das wäre definitiv was für mich.
Ich benutze das App auch regelmäßig und bin begeistert!!
Ich bin begeistert! Wird sofort geladen und ausprobiert. Ich liebe solche Spielereien, die mit Büchern zu tun haben. Ich hoffe ganz doll, dass noch mehr Apps für dieses Gebiet rauskommen. Vllt. eine LB-App? Das fänd ich klasse!
@ Wolfgang Tischer
Danke für den Hinweis! Lesesitzung klingt wirklich nicht so doll. Ich finde aber auch gar nicht, dass das übersetzt werden muss. Es ist ja auch nach wie vor ein ReadingLog und das Wort wird doch auch nicht übersetzt, oder?
Wobei ich ja auch sagen muss, dass ich eine Version für Nicht-iPhone-Besitzer spannender finden würde als lediglich eine Übersetzung.
@ Heike
Kann ich zwar irgendwie nachvollziehen, aber ich persönlich bin da ganz entspannt und lasse mich von der Uhr nicht beeinflussen. Das würde die Ergebnisse auch verzerren und ich finde es ja gerade interessant zu sehen, dass ich z.B. wenn ich länger am Stück lese, mit der Zeit schneller werde. So als ob ich mich eingelesen hätte. Oder dass ich je nach Tagesform schneller/langsamer lese. Ein Wettbewerb mit mir selbst soll es aber nicht sein.
Freue mich übrigens über weitere Testberichte eurerseits!
Liebe Grüße,
Nina
Irgendwie ist das schon witzig. Und man kann seinen “Bücherverbrauch” besser planen.
Klingt sehr nützlich – hätte ich ein iPhone, dann wäre diese App wohl mein ständiger Begleiter. Na ja, noch ein Grund mehr, im nächsten Sommer in ein iPhone zu investieren, hätte ich wohl am besten schon letztes Jahr gemacht …
Ich find das ne tolle Sache.
Aber ich habe kein iPhone und werde auch in absehbarer Zeit keines haben (und auch nix Ähnliches).
Daher für mich nur aus der Entfernung zu bewundern
Lg
[...] in das man Stift und Notizbuch oder – wie in meinem Fall – sein iPhone (mit laufender ReadMoreApp) stecken [...]