19.05.2010: Frage & Antwort – Ursula Poznanski beantwortet eure Buchfrage!

Erebos - der Überraschungserfolg 2010 von Ursula Poznanski

In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise. Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!” Wer diese Buchbeschreibung nicht kennt, der hat etwas verpasst und den Überraschungserfolg des Jahres 2010 nicht gelesen, denn “Erebos” ist inzwischen in aller Munde – bzw. in aller Bücherregale. Allein über 65 5-Sterne-Bewertungen allein auf LovelyBooks und Ursula Poznanski landete mit ihrem Roman auf Platz 3 bei den besten Neuerscheinungen dieses Jahres. Umso mehr freut es uns, dass die Autorin euch heute Frage & Antwort bei unserer Aktion “30 Tage – 30 Autoren” steht und bereitwillig Auskunft gibt. Nutzt die Chance – und wer schon einmal einen kleinen Vorgeschmack haben will, für den hat sie gleich ein paar Fragen schriftlich beantwortet:

1) Welche Vorteile bietet für Dich das Internet und wie nutzt Du hier den Kontakt zum Leser, wie z.B. in einer Literaturcommunity wie LovelyBooks.de
Das Internet ist fast unentbehrlich geworden – allein für die Recherche! Was die Lesecommunities angeht, so sind sie für mich doppelt spannend: Als Autorin erfahre ich, wie das Buch so ankommt, als Leserin finde ich Empfehlungen zu Büchern, über die ich sonst vielleicht nie gestolpert wäre. (Nicht, dass ich unter einem Mangel an Büchern leiden würde. Mein SuB ist absolut sehenswert, sollte er einmal umkippen, brauche ich ein Rudel Lawinenhunde, um mich auszubuddeln.)

2) Bei der Buchfrage können sich neuerdings Leser in Echtzeit über Autoren und ihre Bücher austauschen, damit ist ein weiterer Platz für Lob und Kritik geschaffen. Wie gehst Du damit um?
Ich bin in den letzten Monaten mit Lob wirklich sehr verwöhnt worden, und ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass mich das nicht freut. Ich habe mich, bevor „Erebos“ erschienen ist, auf alle möglichen Eventualitäten vorbereitet und mich innerlich gepanzert, nach dem Motto „Wenn du da rausgehst und etwas veröffentlichst, dann musst du auch aushalten können, dass es jemandem nicht gefällt.“ Ich glaube, anders geht es nicht.

3) Wie und wann schreibst Du normalerweise, kannst Du dabei diszipliniert vorgehen oder wartest Du, bis Dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?
Sagen wir so: Ich kann dabei einigermaßen diszipliniert vorgehen, es wird immer besser. Solange man unveröffentlicht ist und niemand auf das Manuskript wartet, kann man sich das mit dem Musenkuss ja leisten, aber sobald ein Verlag mit im Spiel ist, muss man die Muse dressieren. Eine Deadline kann enorm inspirierend sein.

4) Welche Wünsche hast Du im Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?
Also, wenn es weiter so laufen würde wie jetzt gerade, wäre das schon Wunscherfüllung pur.  Was ich mir von mir selbst wünsche, ist bessere Zeiteinteilung, weil ich dann einfach mehr Seiten pro Tag schaffen würde – ach ja, und wenn die gute Fee gerade zuhört: Ich hätte bitte gern ein Arbeitszimmer!

– Stelle Ursula Poznanski jetzt die Buchfrage! –

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