WORTSPIELE – Internationales Festival junger Literatur

Literaturfestival WORTSPIELE

Ein Fest für junge Literatur, ein Festival für junge Literatur in zwei Städten: den Beginn macht München im April (WORTSPIELE 10, 15./16./17. April 2010 im Muffatwerk), im September geht WORTSPIELE 7 in Wien (genauer Termin noch offen, Location ist das Porgy & Bess) über die Bühne, in unsere Ohren und Herzen. Aufmerksame Leserinnen und Leser haben sich bei der Erwähnung der jeweiligen Zahl bestimmt schon etwas gedacht. Richtig, in der bayerischen Landeshauptstadt lesen junge Autorinnen und Autoren bereits zum zehnten Mal, in der österreichischen Hauptstadt zum siebten Mal.

Bei WORTSPIELE dreht sich alles um, wie der Namen schon sagt, internationale junge Literatur, um die interessantesten Aspekte innerhalb der großen Bandbreite der neuen, jungen Literatur. Spannende Debüts und Neuvorstellungen erwarten die Besucher des Festivals in der loungeartigen Atmosphäre des Club Ampere im Muffatwerk. Mit dabei sind diesmal, um einige Autoren zu nennen: Clemens Meyer, Harriet Köhler, Christof Magnusson, Jasmin Ramadan, Maximilian Steinbeis, Christiane Neudecker, Patrick Hofmann und André Pilz.

Auf der Homepage des Veranstalters erfahrt Ihr das genaue Programm für WORTSPIELE München.

Wir haben vorab Johan de Blank, den Veranstalter von WORTSPIELE, um ein Interview gebeten. Hier seine ausführlichen Antworten, herzlichen Dank dafür.

Hallo Herr Johan de Blank! Sie sind Veranstalter vom internationalen Literaturfestival WORTSPIELE 10. Seit wann gibt es das Literaturfestival schon? Was ist ihr Motivationsgrund für die Ausrichtung dieses Literaturfestivals?
Als ich 2001 angefangen habe mit den Wortspielen, gab es für junge Autoren kaum Möglichkeiten in der Öffentlichkeit zu lesen. Interessanterweise öffneten sich genau zu der Zeit viele deutschsprachige Verlage für jüngere Autoren, statt teure Lizenzen im Ausland einzukaufen. Die Zeit war einfach reif für ein Festival für jüngere Autoren. Ein Festival für junge Autoren gibt es im deutschsprachigen Raum in dieser Form nicht.

Das Schönste für mich ist es, die Auswahl zu machen. Ich prüfe etwa 50 Titel aus dem Herbst- und Frühjahrsprogramm und treffe aufgrund dessen die Auswahl für das Programm der drei Abende. Die wichtigsten Kriterien sind Qualität und Originalität. Gleichzeitig versuche ich, die Bandbreite der literarischen Produktion abzubilden.

Was ist das Besondere beim Literaturfestival WORTSPIELE…und vor allem beim diesjährigen WORTSPIELE 10?
Die Wortspiele finden jährlich in der Muffathalle in München und im Porgy & Bess in Wien statt. In beiden Orten steht normalerweise die Musik im Mittelpunkt. Das zieht ein junges Publikum an, das sonst eher nicht auf Lesungen kommt. Die entspannte und lockere Atmosphäre führt dazu, dass die Besucher und die Autoren miteinander ins Gespräch kommen. Neben den drei Publikumspreisen gibt es den BR2-Wortspiele-Preis für junge Literatur dotiert mit € 2000,- . Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält zusätzlich ein Stipendium in der Villa Aurora in L.A. und der Gewinnertext wird ins Englische übersetzt. Außerdem gibt es noch eine Lesung im Goethe Institut in NY. Nach zehn Jahren ist es interessant zu sehen, welche Autoren, die bei den Wortspielen gelesen haben – im Archiv auf der Homepage kann man es nachprüfen –, den Durchbruch geschafft haben. Um einige zu nennen: Michael Lentz, Daniel Kehlmann, Tanja Dückers, Friedrich Ani, Annete Pehnt, Thomas Glavinic und Georg M. Oswald.

Die Moderatoren des Festivals sind Schriftsteller, die schon etwas älter als 40 Jahre sind, aber perfekt zur Atmosphäre der Wortspiele passen. Dieses Jahr sind es Annette Pehnt, Georg M. Oswald und Zafer Zenocak, die alle drei schon beim ersten Festival im Jahr 2001 gelesen haben.

Ihr derzeitiger Buchgeheimtipp? Und wie heißen – auch wenn es schwer fällt – Ihre “Top 3 Alltime-Buchlieblinge”?
Mein Buchgeheimtipp: Thomas Lang “Bodenlos” (Er hat übrigens mehrmals bei den Wortspielen gelesen.) Meine Top 3 Alltime-Buchlieblinge: Fernando Pessoa “Das Buch der Unruhe”, Robert Musil “Der Mann ohne Eigenschaften”, Voltaire “Candide”.

Danke fürs Interview & alles Gute!

1 Kommentar

  1. [...] der LH München organisiert und von den Verlagen der Autoren, der Villa Aurora, Zehnseiten, Lovelybooks und von Manuskriptum/LMU [...]

Dein Kommentar: