*räusper* Mein Name ist Kossi, ich bin 40 und ich habe Lese-Bücher-Ticks.
Wenn ich mir ein gebundenes Buch kaufe, löse ich zu allererst die Plastikfolie, streichel dann mit meinen Händen über den Einband, öffne das Buch und rieche an dem Papier. Ich sauge den Geruch förmlich auf und schaue dann, ob ich in dem Buch eine Besonderheit finde, wie beispielsweise Bilder oder Zeichnungen. Sollten Bilder vorhanden sein, schließe ich das Buch sofort wieder, damit mir keine Spannung und Vorfreude darauf genommen wird. Beim Lesen selber mache ich bei gebundenen Büchern übrigens den Schutzumschlag ab.
Wenn ich beim Lesen dann an eine Seite gelange, auf der zum Beispiel unten rechts ein Bild abgedruckt ist, lese ich natürlich zuerst die linke Seite. Um dem Drang zu widerstehen, mir das Bild schon direkt anzuschauen, lege ich meine rechte Hand auf das Bild, um die Spannung noch hinauszuzögern.
Ich bin ein absoluter “Kapitel-zu-Ende-Leser”. Das heißt, ich höre immer erst dann auf zu lesen, wenn ich ein Kapitel beendet habe. Egal, wie müde ich bereits bin. Nur wenn das Telefon oder andere Vorkommnisse mich stören, lege ich das Buch beiseite. Aber freiwillig würde ich das nie tun.
Nun gibt es aber auch Bücher, die keine Kapitel haben. Klar könnte man so ein Buch dann in einem Rutsch durchlesen, doch nicht immer hat man die Zeit dazu. Bei so einem Buch lese ich immer so weit, dass ich warte, bis auf der linken Seite ein Absatz kommt. Und genau bei diesem Absatz höre ich dann auf zu lesen. Mein Lesezeichen packe ich genau an diese Stelle
(manchmal trotz Lesebändchen, welches in der Leselotte integriert ist, denn ich will mir sicher sein, dass ich auch wirklich an diesem Absatz mit dem Lesen aufgehört habe). Sehr gut eignet sich dazu ein Magnetlesezeichen.
Wenn ein Buch ein schönes Cover hat, schaue ich es mir auch während des Lesens immer wieder an und achte auf Details. Ist dort irgendwas abgebildet, das in dem Buch vorkommt? Gibt es dort kleine geheime Botschaften? Oder passt das Cover so gar nicht zum Inhalt des Buches?
Beim Lesen des Buches mache ich mir immer wieder kleine Stichpunkte, von denen ich meine, sie sind wichtig für die spätere Rezension. Denn nicht
immer kann ich mir alles merken. Kommen schöne Sätze in dem Buch vor, so schreibe ich sie mir in ein Notizbüchlein, um auch nach Jahren noch immer wieder meine Augen über diese Sätze gleiten lassen zu können.
Wenn ich das Buch zu Ende gelesen habe, warte ich spätestens bis zum nächsten Tag mit dem Schreiben der Rezension. Wenn es nicht gerade mitten in der Nacht ist, schreibe ich meine Rezension aber meist direkt nach dem Lesen, denn dann bin ich noch am besten in der Geschichte gefangen. Ich könnte nie warten, bis ich drei oder fünf Bücher gelesen habe und erst dann eine Rezension schreiben.
Wenn die Rezension dann fertig geschrieben ist, setze ich meinen Ex-Libris-Stempel hinein und schreibe den Monat und das Jahr hinzu, in welchem ich das Buch gelesen habe. Als ich noch keinen Stempel hatte, habe ich immer nur meinen Namen, den Monat und das Jahr hineingeschrieben.
Aber immer erst nach dem Lesen. So kann ich auch Jahre später immer noch nachschauen, wann ich das jeweilige Buch gelesen habe.
Und erst, wenn all diese Rituale erledigt sind, stelle ich mich vor mein Regal und suche dem Buch einen schönen Platz. Wie ich die Bücher sortiere, habe ich euch ja bereits in einem vorherigen Artikel berichtet.
Vor vielen Jahren habe ich mir oft Bücher von Freundinnen oder aus der Bücherei ausgeliehen und vor allem habe ich selber auch meine Bücher verliehen. Bis ich feststellte, dass es entweder sehr lange dauerte, bis ich die Bücher zurück bekam oder aber dass sie nicht mehr so schön aussahen, wenn sie wieder bei mir eintrudelten. Seit Jahren schon verleihe ich aus diesem Grunde meine Bücher nur noch an meine Mom und an eine Buchfreundin. Bei den beiden weiß ich, dass die Bücher wohlbehalten zurückkommen.
Früher dachte ich oft, ich hätte einen “Spleen” und sei irgendwie nicht normal. Gerade Menschen, die selber nicht lesen, haben mit dem Kopf geschüttelt, wenn ich ihnen von meinen Ticks erzählte. Doch im Laufe der Jahre lernte ich dann doch viele Menschen kennen, die ähnliche Dinge mit Bücher machen und bestimmte Rituale haben.
Und aus diesem Grunde interessiert mich jetzt natürlich ganz gewaltig:
WAS SIND EURE LESE-BÜCHER-TICKS??








[...] ALLES GUT SORTIERT ODER “BÜCHEREINTOPF”? [...]
Guten Morgen Kossi
Mein Tick ist der, dass ebenso das Buch erstmal auf mich wirken lasse, sobald es ausgepackt ist. Wenn ich ein Buch beginne, lese ich zuerst die Danksagung des Autors. Meine enttäuschte Miene, wenn keine Danksagung vorkommt ist manchmal sicher ein Foto wert.
Mein Freund macht sich immer darüber lustig, dass ich eine Büchertasche habe, in die ich meine aktuelle Lektüre zum Schutz stecke, wenn ich damit unterwegs bin.
Ich habe über meine Lesemacken vor einer Weile mal einen Beitrag in meinem Blog geschrieben. -> http://libromanie.de/2009/05/25/du-hast-doch-ne-macke/
)
(Wenn ich das jetzt alles kopiere, sprenge ich die Kommentarfunktion, daher der Link.
Ach Kossi, nun musste ich doch schmunzeln.
Meine Bücher-Lese-Ticks?
Schreib meinen Namen unter deinen Eintrag, dann weißt dus.
Und dein ExLibris-Stempel ist wunderschön!
Lg
Ok, also wenn ich jetzt alle meine Ticks rund um Bücher aufschreibe, dann halten mich alle für verrückt! ^^
Also ich lese nach Reihenfolge, was heißt das ich meinen SuB nach der Reihe abarbeite. Außerdem lese ich nach jedem neuen Buch ein altes Buch auch nach Reihenfolge und zwar wie sie in meinem Bücherregal stehen. Das geht dann ein neues, ein altes, ein neues, ein altes usw… Ich finde es einfach schön seine Bücher mehrfach zu lesen, weil einem oft beim zweiten mal Lesen Ding auffallen die man beim 1. mal einfach übersehen hat. Außerdem spart es geld, man braucht sich einfach nicht so viele Bücher zu kaufen. =) Wenn ich anfange ein Buch zu lesen, schreibe ich als erstes den 1. Satz in ein kleines Notizbuch. Wenn ich dann fertig bin kommt in ein weiteres der Titel, Autor, Preis, Seitenanzahl und der Tag an dem ich es fertig gelesen hab. Das ist meine kleine Bücherübersicht.
Ich hab auch fast immer ein Buch dabei, immer in meiner hübschen kleinen Büchertasche.
Ich bin genau so ein Kapitelleser wie Kossi, da hab ich wirklich die allerselben Angewohnheiten.
Mit dem verleihen ist auch so eine Sache, ich mache das eigentlich immer sehr ungern. Wenn ich ein Buch gelesen habe, könnte man es danach wieder in die buchhandlung stellen und verkaufen, da ich sehr darauf achte. Ich kann auch keinem Buch ” den Rücken brechen”, was für viele einfach eine selbstverständlichkeit ist und deswegen verleihe ich auch sehr ungern.
Ich hab auch meine kleine Lesezeichenregelung. Und zwar eins für die neuen und eins für die alten und die wandern dann von Buch zu Buch. UND sie sind selbstgemacht! =) Lesebändchen bleiben bei mir immer genau an der Stelle an der sie von anfang an waren.
Ach ja und das mit dem Cover betrachten und nach Dingen suchen die sich im Inhalt wiederspiegeln mach ich auch! ^^
Puuuuhhh ich glaub ich hab alles… XD
Ach liebe Kossi,deine Beschreibung passt so genau zu mir,ich erkenne mich da in vielen Dingen wieder:-)Und wenn ich die Kommentare hier so lese,ist das schon kein Tick mehr,sondern gehört zu einem richtigen Bücherfreak einfach dazu.
LG
Also bei mir ist es fast so ähnlich wie bei dir.
Jedes gebundene Buch schlage ich ebenfalls sofort auf der Suche nach Besonderheiten auf. Gebundene Bücher lese ich ohne Schutzumschlag (der könnte ja einen Knick bekommen) und Taschenbücher versuche ich immer so zu lesen, das es möglichst wenig Leserillen gibt.
Ich lese auch immer ganze Kapitel. Wenn es keine Kapitel gibt lese ich mich von Abschnitt zu Abschnitt. Ich werde wahnsinnig wenn ich mitten im Satz aufhören muss!
Wenn ich eine Rezi zu einem Buch schreiben möchte habe ich ganz hinten im Buch immer einen Zettel liegen auf dem ich mir Notizen machen kann.
Ich leihe mir eigentlich nie Bücher, da ich jedes Buch das ich lese auch besitzen muss.Klar, das kann irgendwann zu Platzmangel führen, aber da kann ich mir später immer noch Gedanken drum machen.
Wenn ich Bücher verleihe schreibe ich mir ganz genau auf wer welches Buch momentan hat.
meine Ticks sind beim Bücher lesen. Ich muss bei einem Buch immer zuerst riechen. Manche riechen echt gut und andere stinken. Ich mag keine Eselsohren in den Büchern. Manche Leute machen sich ja Eselsohren anstatt ein Lesezeichen zu benutzen. Ich lese Bücher oft nicht weil mir das Cover nicht gefällt. Ich hasse es wenn jemand ein Buch aufgeschlagen verkehrt auf den Tisch legt. Meine Bücher schauen meist nach dem lesen auch nicht wie gelesen aus, aber wenn sie so zerfledert sind mag ich sie überhaupt nicht mehr.
Also, über den Umschlag streiche ich auch, manche haben ja so leichte Erhebungen und ich finde das Gefühl an den Fingern herrlich. Ansonsten wird ein Buch von mir erst einmal in Buchfolie eingebunden. Das habe ich seit jeher so gehalten, denn gerade weil ich Bücher mehrmals lese, und meine Tochter sie ja auch liest, will ich sie schützen. Es muss schon ein besonderer Einband sein, wenn ich es nicht in Buchfolie einbinde. Ich hatte mir auch angewöhnt, in jedes Buch einen Zettel zu legen, und aufzuschreiben, wann ich es zuletzt gelesen habe, aber das hat sich verloren. Mitten im Satz mit dem Lesen aufhören mag ich auch nicht. Und Eselsohren in Büchern schon gar nicht! Auch lege ich in der Regel die Bücher nicht aufgeschlagen verkehrt hin. Da muss irgendwas rein, wenn ich kein Lesezeichen habe, tut es auch mal ein Zettel oder zur Not ein halbes Papiertaschentuch. Ich habe so viele Lesezeichen, und finde oft keins!
Also … jetzt kommt’s: Ich nehme meine Bücher auch gerne mit auf Reisen und da ist es natürlich unerlässlich, dass sie mit einen Bücherkondom geschützt sind!
Schließlich schlumpert allerhand in meiner Tasche rum, da könnte ja was drankommen.
Ich lese immer! den Satz zuende, auch wenn ich gerade aus dem Zug/ Bus steigen muss, was recht kompliziert werden kann, in puncto Hand Augen- Koordination… Wenn ich auf dem Sofa lese und es klingelt/ mich jemand ruft lese ich stur weiter, bis zum nächsten Absatz, da kann mich nichts erschüttern! Mit der Nummer habe ich früher meine Familie zur Weißglut getrieben
Knicke im Buchrücken und Eselsohren gehen natürlich gar nicht. Auch Flecken gilt es zu vermeiden, deshalb wird man mich nie mit einem Buch in der einen und etwas essbarem in der anderen sichten. Außnahme Kochbuch!
Megaaußnahme: Bibliotheksbücher, die schon so versift aussehen, dass es auch schon “wurscht” ist, da bin ich dann nicht mehr so penibel.
Ich verleihe auch nur sehr ungern Bücher, wenn ich nicht weiß, in welchem Zustand ich sie nachher zurückbekommen werde. Ich bin da auch sehr pingelig
Allerdings weiß ich aus dem Grund auch nicht, ob ich mir einen Stempel ins Buch machen wollen würde, am liebsten sind mir Bücher einfach “wie neu”. Aber das ist ja Geschmackssache!
Eine super Idee finde ich das Notizbuch für schöne Sprüche, ich glaube, so etwas werde ich ab jetzt auch führen! Hoffen wir, dass ich auch dazu komme, es zu führen, denn wenn ich ein fesselndes Buch lese, mag ich es nicht für Notizen aus der Hand legen.
Übrigens Danke für die Buchempfehlung – das letzte Zitat in deinem Notizbüchlein hat mir so gut gefallen, dass ich mir gleich mal das dazugehörige Buch angeschaut habe
Also ich freu mich immer, wenn ich jemand ein Buch ausleihen kann. Bis jetzt hab ich auch keins in einem inakzeptablen Zustand wiedergekriegt.
Extra an Büchern rieche ich nicht, aber mich stört es, wenn das Buch vorher von einem Raucher gelesen wurde und noch danach stinkt. Je nachdem wie intensiv lese ich es dann manchmal auch gar nicht.
Tolle Stellen markiere ich mir mit Post it’s, tippe sie ab und veröffentliche sie in meinem Blog. Danach entferne ich die Post it’s mit einem Anflug schlechten Gewissens schnell aus dem Buch, da ich Angst habe, dass der Leim der Post it’s dem Papier schaden könnte.
Außerdem schreibe ich nicht in Bücher, auch nicht den Namen vorne rein, es sei denn ich werde überzeugt, dass ich es sonst nicht wieder bekomme.
Ein weiterer Tick: mir fällt es im Gegensatz zu dir äußerst schwer am Kapitelende auf zu hören, ich will immer wissen wie’s im nächsten weiter geht. Mitten im Kapitel aufzuhören fällt mir theoretisch leichter, aber meist sage ich mir, wenn ich bald mit lesen aufhören muss oder was seltener vorkommt es langweilig ist, das Kapitel les ich noch zu Ende…
… aber dann will ich doch wissen, wie’s im nächsten weitergeht …
Och, solche Macken hab ich auch
Das mit dem “Kapitel zuende lesen” kenne ich nur zu gut. Ich schau dann immer, wie viele Seiten es noch sind, denke mir “Ne, so viel kannst du heute abend echt nicht mehr lesen” und mache es dann trotzdem.
Falls mir mal die Augen zufallen, lese ich wenigstens noch bis zum nächsten Absatz.
Wenn ich mal ein Buch lese, dass mich sehr beschäftigt (die Tribute von Panem waren ein solcher Fall), dann kommt es vor, dass ich (ich lese fast ausschließlich im Bett) nach jedem Kapitel das Buch einen Moment lang zuklappe, mich auf den Rücken drehe und über das nachdenke, was ich grad gelesen hab.
Wenn ich ein Buch neu gekauft habe, muss ich immer erstmal hineinschnuppern, auch wenn ich es vielleicht gar nicht direkt lesen will, aber die ersten zwei Absätze müssen mindestens sein.
Buchumschläge kommen bei mir grundsätzlich ab und als Lückenfüller ins Regal, dann sieht das auch nicht so löcherig aus.
Bei neuen Büchern, gerade solchen, die einen ungewöhnlichen Umschlag haben, streichle ich gerne über das Cover und freue mich einfach daran, wie schön es aussieht.
Das sind aber ganz offensichtlich ganz “normale” Macken, wenn ich die Kommentare ich hier so sehe
Ich schreibe immer das Datum, an dem ich angefangen habe zu lesen, oben auf eine freie Seite in der Titelei. Dazu dann mein Namenskürzel und das Lesevergnügen kann losgehen!
Immer wenn ich ein neues Buch kaufe, muss ich an den Seiten riechen (und meiner besseren Hälfte sagen, wie gut das Buch doch riecht). Ansonsten schaue ich wieviele Seiten das Buch hat (ohne das Ende zu lesen) und rechne mir dann aus, wann ich die ersten zehn Prozent gelesen habe.
Da ich viel in öffentlichen Verkehrsmittel lesen (UBahn, Zug aber niemals Bus) muss ich auch meistens mitten im Kapitel auf hören zu lesen. Ansonsten lese ich immer zwei oder drei Bücher paralell (eins im Bett, eines auf dem Sofa und ein to-go Buch).
Ich schaue immer gene, was mein Nebensitzer/in liest und wenn es ein Buch meiner Wunschliste ist, muss ich nachfragen wie das Buch ist (meine bessere Hälfte bekommt dann immer die Krise, werde aber auch hin und wieder gefragt, wie mein aktuelles Buch ist)
Ich bekomm die Krise, wenn mein Buch Eselohren bekommt (oder wenn ich sehe, dass andere Eselsohren in ihre Bücher machen). Mehr Lesemacken habe ich nicht (oder es fällt mir im Augenblick nichts ein)