Respekt, Senor Marías

Soeben ist Ihr letzter Band der Trilogie „Dein Gesicht morgen“erschienen, die insgesamt sage und schreibe 1600 Seiten umfasst. Und zwar sowohl im spanischen Original wie auch in der deutschen Übersetzung. Das nenn ich mal eine erzählerische Ausdauerleistung!

Javier Marías im Literaturhaus Frankfurt

Javier Marías im Literaturhaus Frankfurt

Einen Vorgeschmack dieser Ausdauer habe ich in seiner Lesung bekommen dürfen, die am 09. März im Literaturhaus Frankfurt stattfand. Javier Marías hat jede Frage ausgiebig beantwortet und dabei alle möglichen Themen gestreift. Genau so ist auch mein Eindruck der Trilogie, den ich bei der Lesung gewonnen habe. Marías lebt darin sein eigenes Gefühl von Zeit. Wie er selbst sagte, kann er im Roman den Situationen die Zeit geben, die sie verdienen, während sie in der Wirklichkeit oft zu schnell oder zu langsam vergehen. Ein Kommentar des Moderators illustriert dies wunderbar: Marías beschreibe im 1. Band auf knapp 500 Seiten zwei Nächte,  im 2. Band sogar nur eine einzige, nicht enden wollende Nacht. Der letzte Band trägt den Untertitel „Gift und Schatten und Abschied” und der Verlag beschreibt den Inhalt wie folgt: „… eine philosophisch verspielte Spionagegeschichte, in der Javier Marías voll Spannung und Witz die großen Themen – Freiheit und Verantwortung, Wissen, Macht und Gewalt – erkundet. Und dabei einen kaleidoskophaften Blick auf ein Jahrhundert voller Irrungen und Verheerungen wirft.“

Klingt für mich monumental. Die Bücher scheinen nach ausdauernden Lesern zu rufen, die sich auf die Gedankengänge und das Zeitgefüge des Autors einlassen. Vielleicht hat das schon jemand von Euch gemacht? Ich würde mich freuen zu erfahren, wie es Euch dabei ergangen ist.

1 Kommentar

  1. Huch.
    Der Beitrag ist mir ja abhanden gekommen, stand gar nciht auf der Startseite….

    chade das ich nicht auch Zeit hatte, toller Beitrag.

    l.g.
    Karin

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