Ein echter Weihnachtsgeschenke Geheimtipp!

Ok, jetzt kommt man um Weihnachten wohl nicht mehr herum. Die letzten Wochen habe ich die Lebkuchen und die Musikberieselung im Supermarkt noch erfolgreich verdrängt, aber dann ist der erste Advent doch immer näher gerückt. Und nachdem ich mich am Freitag dann mit fachkundiger Anleitung aufs Plätzchenbacken gestürzt habe, dachte ich, es kann nicht schaden, sich heute schon einmal Gedanken über die „Bücher-Geschenkliste” zu machen. Bücher zu verschenken gehört für mich zu Weihnachten auf jeden Fall dazu. Beim Stöbern habe ich dann gemerkt, dass ich dringend vorher noch einige Bücher lesen muss, bevor ich alle passenden Buch-Geschenke zusammenbekomme. Im Krimi- und Thrillergenre bin ich in letzter Zeit nicht so auf dem Laufenden, und bevor ich z.B. den neuen Dan Brown oder Schätzing verschenke, muss ich sie zumindest mal anlesen. Ungelesen wird nichts verschenkt!

Bei einem Buch bin ich mir aber schon ganz verschenk-sicher: „Liebst Du mich” von Luis Leante werde ich gleich mehrmals verschenken (mit knapp 300 Seiten kann man auch „Lesemuffel” damit nicht erschrecken) Gelesen habe ich das Buch bereits vor einigen Monaten und bin immer noch ganz begeistert. Das war eine richtige „Entdeckung”, denn auf den Bestsellerlisten ist der Titel überhaupt nicht aufgetaucht. Dabei hätte er es wirklich verdient! Angelockt hat mich das Cover. Das hat etwas von Wüsten-Abenteuer versprochen. Und dieses Versprechen hält das Buch von der ersten bis zur letzten Seite, ohne dass die Spannung nachlässt. Glücklicherweise habe ich mich nicht vom Titel und vom Klappentext irreführen lassen. Denn diese lassen eher eine kitschige Liebesgeschichte vermuten. Und das wird dem Buch wirklich nicht gerecht.

Ausgangspunkt der Geschichte ist die Jugendliebe von Montse und Santiago in Barcelona. Aber diese Beziehung scheitert bereits nach einem Sommer an Missverständen und der unterschiedlichen Herkunft der beiden (sie Tochter aus gutem Hause, er arbeitsloser Automechaniker). Santiago geht nach diesem Sommer als Legionär in die von Spanien besetzte Westsahara. Dort findet er bald mehr Zugehörigkeit bei den Saharaui als bei seinen spanischen Landsleuten. Montse wird Ärztin, heiratet und lebt ein von den Eltern gewünschtes Leben in Spanien. Nach fünfundzwanzig Jahren macht sie sich auf die Suche nach Santiago und reist in die Wüste Nordafrikas…

Auf knapp 300 Seiten bietet dieser Roman alles, was man sich von guter Unterhaltung wünscht: eine Liebesgeschichte, Abenteuer, eine exotische Landschaft, Freundschaft  – und nebenher bekommt man noch einiges von der spanischen Kolonialgeschichte mit. Der Autor schafft es problemlos, zwischen den Zeiten, Orten und Perspektiven der Geschichte zu springen und schließlich alles zu einem Ende zusammenzuführen, das glücklicherweise alles andere als rührselig ist.

Also ein perfektes Geschenk abseits der Bestsellerlisten!

Und weil ich aber auch noch ein paar „Thriller-Geschenke” brauche, werde ich jetzt mal in „Das verlorene Symbol” reinlesen, damit ich meine Geschenkliste bald fertig bekomme:-)

1 Kommentar

  1. Frohe Weihnachten & ein gutes neues Jahr

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